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Balkan / Montenegro

Die Bucht von Kotor

Die Bucht von Kotor liegt im Norden der montenegrinischen Küste, nur knapp 30km von Dubrovnik entfernt. Hier breitet sich hinter einer schmalen Meeröffnung das Wasser zwischen steilen Berghängen aus.

Der erste Blick auf die Bucht ist vielversprechend: mediterranes Flair, so wie man es aus Italien kennt und tolle Panoramastraßen, die sich in Serpentinen an den steilen Hängen entlang schlängeln. Ein paar Palmen und strahlender Sonnenschein. Doch schnell zeigt sich, dass es absolut nicht dieses mediterrane Flair aus Italien ist, das einen hier erwartet. Die Bucht von Kotor wirkt viel mehr wie ein großer Alpensee.

Grüne Berghänge laufen steil bis ins Wasser, in ihren Gipfeln verfangen sich Nebel und Wolken. Das Wasser ist still und kalt, Strände gibt es nur ganz wenige. Ein Badeort ist die Bucht von Kotor absolut nicht. Anfang Juni ist das Wetter sehr regnerisch, selbst in den schönen Momenten nicht warm genug, um in der Sonne zu liegen. Wer hier Urlaub machen will, der darf kein Meer-Feeling erwarten, denn das gibt es hier nicht.

Und doch hat auch die Bucht von Kotor ihr gewisses Etwas, etwas Verwunschenes und Verlassenes, ihre ganz eigene Idylle. Sie wirkt melancholisch, während sie auf das Leben wartet, das ihr in der Hauptsaison von den Touristen eingehaucht wird.

Nur Herceg-Novi scheint anders zu sein, als gäbe es hier auch Leben, wenn der Rest der Bucht noch im Winterschlaf liegt.

Herceg-Novi hat einen kleinen historischen Stadtkern, der an den steilen Bergen klebt. Über Treppen kommt man nach unten zum Wasser und einer hübschen Strandpromenade, hier reihen sich Cafés neben Restaurants und Eisdielen und sogar einen kleinen Yacht-Club gibt es. Das Meer-Feeling, das in der Bucht komplett zu fehlen scheint, ist hier zum mindestens ein bisschen spürbar, wenn Familien mit Badetaschen an der Promenade entlanglaufen und überall Luftmatratzen und Schwimmringe angeboten werden. Viel zu sehen gibt es trotzdem nicht, es gibt den Stadtkern mit ein paar alten Häusern und das Leben an der Promenade. Das ist total ok, denn das macht das Feeling der kleinen Urlauberstadt aus.

Die Bucht von Kotor mag idyllisch sein, mit all den grünen Berghängen und der Alpensee-Atmosphäre, das Meer sucht man hier aber vergeblich und das fehlt einfach.

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Ich bin ein Großstadthippie, tanze mit Blumen in den Haaren zu Techno und trage Birkenstock zu Designerkleidern. Ich liebe das Reisen und fast genauso sehr liebe ich die Fotografie.

9 Comments

  • www.thebigbone.de
    21. Januar 2017 at 20:10

    Das Fernweh wurde geweckt ☺
    Wirklich schön geschrieben… Merci!

    Reply
  • Kuno
    19. Oktober 2016 at 18:03

    Mit wie viel Herz du schreibst, ist wirklich beeindruckend! “Sie wirkt melancholisch, während sie auf das Leben wartet.” einfach nur wunderschön! <3
    Ich glaube Montenegro wird oft noch unterschätzt und hat bestimmt sehr viele schöne Orte zu bieten.

    Reply
    • Freiheitsgefühle
      19. Oktober 2016 at 18:44

      Hallo Kuno, dankeschön 😀 Ich strahl grad wie ein kleines Mädchen *lach*. Montenegro hat tatsächlich ein paar wunderschöne Ecken, wir haben mit dem Auto fast das ganze Land von der serbischen Grenze bis zum Meer durchquert und ich muss zugeben, dass ich sehr positiv überrascht war.

      Ganz liebe Grüße, Iris

  • woandersblog
    6. September 2016 at 16:42

    Jetzt bin ich aber beeindruckt 🙂 “HERRLICH”

    Reply
    • Iris B.
      6. September 2016 at 22:41

      😀

  • […] ist das überschaubare Städtchen, das der Bucht von Kotor ihren Namen gibt. Besonders ist es durch die mit Weltkulturerbe ausgezeichnete Altstadt und der gut […]

    Reply
  • unserlebenmitemily
    25. August 2016 at 9:10

    wunderschön 💕💕.

    Reply
    • Iris B.
      25. August 2016 at 14:52

      Danke 😀

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