von Masada, En Gedi und dem Toten Meer

Das Tote Meer stand ganz oben auf meiner Israel-To-Do-Liste, und da man während den Feiertagen eh nicht so sonderlich viel unternehmen kann, hab ich übers Hostel eine von den Touren gebucht. Um 3 Uhr morgens sind wir mit einem Kleinbus Richtung Masada gestartet – einer ehemaligen jüdischen Festung. In Masada ging es eigentlich darum den Sonnenaufgang über dem Toten Meer anzuschauen, doch von dem war ich nicht so wirklich begeistert, genauso auch wie von den Ausgrabungen oben – ich hab wahrscheinlich einfach schon zu viele von den alten zerfallenen Gebäuden gesehen und irgendwann hören sie auf interessant zu sein. Das einzig ereignisreiche war der Aufstieg: wenn man sich umgedreht hat, hatte man immer wieder einen beeindruckenden Blick über das Tote Meer und die Wüste außenrum und natürlich das Gefühl wenn man oben angekommen ist und die 340 Höhenmeter geschafft hat.

En Gedi – eine Oase mit vielen Wasserfällen und einem angeblich wunderschönen Rundweg. Ich kann das leider nicht beurteilen, ich bin beim zweiten Wasserfall geblieben, um mich dort entspannt ins Wasser zu legen. Das Wasser war absolut klar und eiskalt – und damit die beste Abkühlung die man sich mitten in der Wüste wünschen kann. Mit Sicherheit die richtige Entscheidung, denn was die anderen gemeint haben, kommt danach kein Wasserfall mehr in dem man schwimmen kann und außerdem hatte ich nach dem Aufstieg in Masada auch einfach keine Lust mehr noch weiter zu laufen. Kann ich nur empfehlen.

Als letztes kam dann endlich das Tote Meer. Dieses Gefühl auf dem Wasser zu schweben ist einfach unbeschreiblich und eine Sache, die man definitiv mal erlebt haben muss! Das und der Schlamm am Ufer waren natürlich das absolute Highlight des Trips: nachdem man sich mit dem Schlamm eingeschmiert und ihn dann wieder abgewaschen hat fühlt man sich 20 Jahre jünger. Erfrischend ist das Wasser allerdings überhaupt nicht – eher schon einen Tick zu warm. Bloß der Strand selbst war nicht so top: Irgendwann vor Jahren wurde die Anlage mit Pools und Restaurant gebaut, nur sinkt der Meeresspiegel jährlich um 1 Meter und man hat sich nicht mehr viel Mühe gemacht, den inzwischen relativ langen Weg zum Wasser schön zu gestalten.

Der Trip als Tagesprogramm war super, besonders, da ich mit nur einer Woche wirklich nicht viel Zeit hatte. Allerdings war das Programm straff durchgeplant und man hatte besonders in En Gedi und am Toten Meer viel zu wenig Zeit. Die Masada-Sunrise Tour kann man übrigens im Abrahams Hostel in Jerusalem für 280 NIS buchen.

3 Comments

  • Hi, wir haben den Weg zu dir gefunden und stöbern gerade begeistert durch deine Israel-Artikel.
    Wie unterschiedlich die Wahrnehmungen sein können… Für uns war Masada ein totales Highlight der Reise- auch ohne Sonnenaufgang. Habt Ihr die Audio-Tour gemacht? Wie hatten Gänsehaut. Leider haben wir eine Wanderung in Ein Gedi nicht mehr geschafft, das wäre sicherlich noch mal klasse gewesen. Für das Tote Meer können wir nur empfehlen, keinen öffentlichen Strand zu nehmen. Nach einem Schlamm- Glotz- und Plastikstuhldesaster (kann man bei uns nachlesen) haben wir uns einen abgelegenen Abschnitt nahe des Checkpoints an der Route 90 gesucht und das war wunderschön. Andy hat sich quasi auf dem Wasser in den Sonnenuntergang treiben lassen 🙂
    Vielleicht war euer Programm wirklich zu eng getaktet…
    Ganz liebe Grüße,
    Andy,Miri und Skar

    • Hallo ihr Drei!
      Es freut mich, dass ihr euren Weg hierher gefunden habt. Ich war zwar enttäuscht von Masada, aber hauptsächlich weil ich einfach mehr erwartet hatte. Der Sonnenaufgang war wunderschön, nur eben auf den Bildern ein klein bisschen schöner. Im Ganzen fand ich es auch dort toll und den Aufstieg kann ich nur empfehlen! Die Audio-Tour habe ich nicht gemacht.
      Ich werde eure Tote Meer Geschichte gleich mal nachlesen ;D

      Liebe Grüße, Freiheitsgefühle

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