The Big 5 – Südafrika

Riesige Elefanten, dahinter ein Giraffenvater, der seinem Jungen das Kämpfen beibringt und dahinter ewige Steppe bis irgendwann die Berge beginnen. Typisch Afrika, so wie man es sich vorstellt.

In einem mindestens genauso typischen Safari-Auto fährt man über ausgetrocknete Wiesen, an Springböcken vorbei, beobachtet Elefanten und Giraffen. Beide gar nicht mal so elegant wie erwartet, aber trotzdem natürlich sehr beeindruckend. Der Fahrer erzählt in nicht ganz so perfekt verständlichem Englisch, wartet geduldig bis jeder genügend Fotos geschossen hat und beantwortet all die Fragen.

Ich bin begeistert und überwältigt von der afrikanischen Tierwelt, von diesem Anblick und der Landschaft im Hintergrund. Genial. Irgendwie  so, wie ich es mir vorgestellt habe, nur tausend mal schöner, intensiver, realer.

Auch die Nashörner sind ziemlich cool und die Zebras sowieso, sogar die Nilpferde, auch wenn ich nicht viel mehr als vier Paar leuchtend weiße Augen zu Gesicht bekommen habe. Schon früh am Tag strahlt die Sonne hier mit einer ganz anderen Intensität, es ist verdammt heiß und das Afrika-Feeling gleich noch viel stärker. Büffel, Antilopen und noch mehr Zebras. Mit beunruhigenden Fahrmanövern über sehr unebenen Boden durchqueren wir die afrikanische Steppe, oder zum mindestens einen kleinen Teil.

Die Löwen sind absolut majestätisch, Mähne und Fell sehen schon fast kuschelig weich aus, kaum zu glauben, dass das eines der gefährlichsten Raubtiere der Welt sein soll und noch viel weniger, dass ich die beiden Löwen aus nur ein paar Metern Entfernung beobachte. Beeindruckend, immer noch, immer wieder. Löwen, Geparden und Wildhunde sind in Gehegen untergebracht – sonst wären die restlichen Tiere zu leichte Beute, wie uns von dem Fahrer erklärt wurde und sowieso wäre das viel zu gefährlich. Klar, verständlich, irgendwie.

Ich bin aufgewühlt und bewegt. In nur sehr kurzer Zeit habe ich die komplette afrikanische Tierwelt gesehen. Wow. Einfach fantastisch.

 

 

Plett Game Reserve – Touren und Preise

Nur 12 km von Plettenberg Bay ins Landesinnere liegt das 2.200 ha große Wildreservat. Abgesehen von den Nilkrokodilen stammen alle Tiere ursprünglich aus genau der Region und dürfen sich auch frei auf dem Gelände bewegen. So kann es schon mal passieren, dass auf der Straße zur Rezeption ein Hippo den Weg kreuzt – davor warnen viele Schilder – oder dass man von dem ersten Anblick der afrikanischen Wildnis abgelenkt wird. Die Straße zur Rezeption ist eigentlich keine Straße, sondern ein sehr huggeliger, überaus unebener Weg quer durch den Wildpark. Kurz nachdem man schließlich beschlossen hat wieder umzudrehen, da man sich sicherlich verfahren haben muss, weist ein kleines Schild darauf hin, dass man absolut richtig ist. Mit unserem Toyota Corolla Mietwagen war die Strecke gut möglich, langsam fahren muss man auf Grund der Tiere ja sowieso.

Der 2-stündige Game Drive dauert eigentlich sogar ein bisschen länger als zwei Stunden. In sehr regelmäßigen Abständen starten die großen Safari-Autos zu einer Tour durch die Steppe. Besonders im Sommer kann ich die 8:30 Uhr Tour empfehlen, denn selbst dann ist es schon heiß genug für ein sommerliches Kleidchen.

Alternativ sind auch 2-stündige Pferdetouren möglich. Statt in dem Safari-Auto zu sitzen reitet man durch das Gelände und beobachtet die Tiere vom Rücken der Pferde aus. Natürlich mit Guide. Allerdings nicht für Kinder unter 12 Jahren, nicht für Personen über 110 kg und auch nur mit Erfahrung.

Gebucht werden kann direkt über die Homepage des Plett Game Reserves. R 590 zahlt man dabei jeweils für einen Erwachsenen, das sind umgerechnet ungefähr 42€. Man kann aber auch einfach anrufen und reservieren und dann vor Ort bezahlen. Kinder bis zu 11 Jahren zahlen für den Game Drive nur R 170, das wären dann ca. 12€.

 

 

Es ist nicht der Kruger Nationalpark, aber definitiv eine schöne Alternative um die Big 5 zu sehen, wenn für das „echte“ Abenteuer Geld und Zeit fehlen.

 

 

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