Peace for Jerusalem

Jerusalem ist faszinierend und fesselnd. Voller Hoffnung und Hass. Wenn man durch die eigentliche Innenstadt spaziert, ist es als würde man von Grund auf verschiedene Kulturen und Länder besuchen.

Wenn man durch das muslimische Viertel läuft, fühlt man sich wie in einem Mix aus Istanbul und Marrakesch. Das Leben findet in den kleinen Gassen zwischen den Häusern statt. Frauen sitzen auf den Straßen und verkaufen Gemüse, kleine Läden, Baklava und andere Süßigkeiten. Im christlichen Viertel fühlt man sich ein bisschen wie in einer touristischen Stadt in Italien. Souvenirs und Souvenirs und Souvenirs und heilige Kirchen und überteuerte Cafés. Das jüdische Viertel wirkt offener, gepflegter und reicher als das muslimische. Und das armenische Viertel ist sehr verschlossen. Die Klagemauer und der Tempelberg waren auf Grund der Feiertage sehr überfüllt, der Tempelberg war sogar kurzzeitig geschlossen wegen Auseinandersetzungen. Hier fühlt man sich wie in einem heiligen Hochsicherheitsbereich. Taschenkontrollen und Metalldetektoren am Eingang, Fotoverbot und ein Aufgebot an Militär, das ich so zuvor noch nie gesehen habe.

Das Besondere an Jerusalem ist dieser einzigartige Mix, den man so sonst nirgendwo findet. Dieses eigentlich unmögliche Nebeneinander verschiedener Kulturen auf so engem Platz. Und doch scheint es zu funktionieren, irgendwie. Jerusalem hat etwas magisches – wahrscheinlich auch der Grund warum es die Hauptstadt gleich aller drei Weltreligionen ist.

Meine Zeit in Jerusalem war leider sehr kurz und hauptsächlich während den Feiertagen – was in der Altstadt selbst keinen so großen Unterschied gemacht hat. Wovon ich absolut begeistert war, ist die Free-Tour, die mehrmals täglich am Jaffa-Gate startet: die Guides machen das Ganze gratis und sehr leidenschaftlich um dir einen Teil ihrer Stadt zu zeigen. Definitiv eine Empfehlung wert!

4 Comments

  • Ein tolles Bild vom Felsendom! Du hast recht – die Stadt ist ein wirkliches Kulturengewusel, da kann man nur staunen. Die Klagemauer hat mich als ich dort war am meisten beeindruckt. Es war gerade Freitagabend um 18.00 Uhr und lautstarkte Gruppe tanzten und sangen dort neben den still Betenden.. was für ein Moment. Grüße aus Mexiko!

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