Kamelreiten in der Palmeraie

Gleich am Anfang unserer Reise haben wir in unserem Hotel einen Ausflug in die Palmeraie zum Kamelreiten gebucht – ich habe grüne Palmwälder erwartet, ein bisschen wie eine Oase mitten in der Wüste.

Aber mitten in der Wüste in Marrakesch gibt es keine Oasen und die Palmeraie war nicht mehr als ein großes brachliegendes Gelände, mit viel rotem Sand, Steinen und hin und wieder mal ein paar Palmen. Also sind wir einfach nur ein Stück in die Wüste gefahren zu einem kleinen Dorf in dem der Kamelhof war. Die Kamele waren hübsch hergerichtet, mit bunten Decken, typisch marokkanisch. Als wir gekommen sind haben sie schon die vier Kamele in den Vorhof geführt, mit Seilen aneinander gebunden. Eigentlich waren es ja gar keine echten Kamele, sondern Dromedare. Bevor es dann richtig losging, hat jeder eine riesige blaue Tunika bekommen, zum Schutz für die Klamotten, damit die nicht schmutzig werden und nicht den intensiven Geruch der Tiere annehmen. Fürs Aufsteigen hatten sich die Kamele auf den Sandboden gekniet, wir mussten irgendwie versuchten auf den Sattel zu klettern, ehe die Tiere dann der Reihe nach aufgestanden sind. Echt hoch so ein Kamel.

Bei jeder Gruppe ist ein Begleiter dabei, der die Kamele führt und ihnen die Kommandos gibt. Zuerst sind wir langsam im Schritt aus dem Dorf raus zu dem großen brachliegenden Bereich. Dort haben wir dann abwechselnd auch Trab oder Galopp ausprobiert und durften die Kamele sogar alleine „führen“ – also einfach die Leine in die Hand nehmen und sich überraschen lassen, wo die Kamele hinlaufen. Zwischen all den kleinen grünen Flecken sind uns dann auch freilaufende Hunde begegnet, die sich zum Glück nicht zu nah rangetraut haben. Nachdem wir dort ein wenig ausprobiert haben, sind wir weiter zu einem privaten Gelände, wo unser Begleiter dann fleißig für uns fotografiert hat. Die Kamele durften sich kurz ausruhen, wir auch und dann ging es auch schon wieder zurück.

Wir sind mehrmals auch Galopp geritten. Dabei hat es mir dann immer meinen Sonnenhut weggeweht und unsere Hinterteile sind gefühlte Meter in die Höhe gehüpft. Auch wenn der Hut manchmal sehr unpraktisch war, ohne hätte ich die zwei Stunden in der prallen Sonne nicht überlebt – besonders da ich so anfällig dafür bin. Zurück im Kamelhof haben wir dann noch den berühmten marokkanischen Minztee serviert bekommen, bevor unser Taxi wieder pünktlich dastand um uns abzuholen.

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