eine Rundreise durch Kleinasien

Fantastisches Wetter trifft auf wunderschöne Sandstrände und jede Menge Kultur – Willkommen in Kleinasien!

Auch Ende September strahlt hier die Sonne noch mit voller Energie, die Strände sind nicht mehr überfüllt und die Sonnenuntergänge noch genauso schön. Wir starten in Kusdasi, einer kleinen Stadt südlich von Izmir, von hier aus wollen wir uns langsam die Küste hocharbeiten bis nach Istanbul, so viel Geschichte mitnehmen wie nur möglich.

Eine unserer ersten Stationen ist Ephesos: teilweise eingestürzt, teilweise sehr gut erhalten liegt unweit der Mittelmeerküste die Ausgrabungsstätte. Ursprünglich lag Ephesos direkt am Meer, heute liegt der Hafen im Trocknen. Wer mit viel Phantasie über die alten Straßen läuft kann sich gut vorstellen wie es in der Antike einmal ausgesehen haben muss. Besonders beeindruckend und außerdem ein top Fotografie-Hot-Spot ist die Fassade der Bibliothek, wer weiter geht wird irgendwann auch auf das Theater stoßen: von hier aus hat meinen einen tollen Ausblick.

Pergamon liegt nördlicher, wie eine Festung klebt das, was von dem kleinen Städtchen übrig ist, am Berg. Wer sich den steilen Aufstieg ersparen will nimmt die Bahn, alternativ führt ein Wanderweg nach oben. Hier braucht man schon etwas mehr Phantasie ums sich aus den zerstörten Steinen ein Bild zu machen, um sich vorzustellen wie prächtig das alles einmal ausgesehen haben muss.

Unsere Reise führt uns weiter nach Asos. Weit oben über dem Meer, am Rande eines kleinen Dorfes liegen die Reste eines Tempels. Ein paar Säulen, eine türkische Flagge und fantastische Ausblicke zu allen Seiten – wirklich fantastisch! Der Tempel wirkt unwichtig, viel aufregender ist es über die Steine zu klettern und den Ausblick nach unten auf ein perfektes Blau zu genießen. Aber dieser Ausblick und die frische Brise Wind, mit der man oben belohnt wird, muss erst erarbeitet werden. Hier führt keine Gondel nach oben, stattdessen läuft man durch kleine Gassen mit tollen Souvenirständen und Selbstgemachtem.

Vielversprechend geht es nach Troja weiter, der Ort an dem die schöne Helena entführt wurde, die Stadt die zerstört und wieder aufgebaut wurde, eine Legende. Doch die Ausgrabungsstätte ist alles andere als beeindruckend: ein paar Steine liegen neben einem künstlich angelegten Weg, Troja wurde einmal zu oft zerstört. Im Eingangsbereich sehen wir einen Nachbau des berühmten trojanischen Pferdes, auch der ist enttäuschend.

Von Troja aus fahren wir am Marmarameer entlang nach Istanbul und damit endlich in eine lebendige Stadt. Hier trifft Asien auf Europa, der Islam auf das Christentum und die Vergangenheit auf das Jetzt. Istanbul ist fantastisch, riesig und voller neuer Eindrücke, Istanbul ist der Beweis dafür, dass ein Miteinander so verschiedener Welten funktioniert, dass dadurch eine ganz neue Welt entsteht, die offener und absolut liebenswürdig ist.

Von fast überall gut erkennbar thronen die Blaue Moschee und die Hagia Sophia nur wenige Meter von einander entfernt über der Stadt. Die Hagia Sophia wurde als Kirche erbaut, zu einer Moschee umfunktioniert und dient heute als Museum. Meterhohe Decken erwecken den Eindruck bis zum Himmel zu reichen, detailvolle Kunstwerke und Schriften zeigen, dass an nichts gespart wurde. Sie ist eine der Bauten, die das Stadtbild unverwechselbar machen. Direkt daneben liegt die Sultan-Ahmed-Moschee, die wegen der vielen weiß-blauen Mosaike heute unter dem Namen Blaue Moschee bekannt ist. Vor dem Eingang zeigt uns unser Guide wie sich ein Moslem vor dem Beten wäscht:

Doch der wahre Mittelpunkt Istanbuls hat wenig mit Geschichtlichem zu tun: der große Bazar hat unendlich viele kleine Wege, die durch noch mehr kleine Läden führen. Hier gibt es nichts, das es nicht gibt – von Fakeware über Handarbeit, Delikatessen, Gewürzen und Süßigkeiten, hin zu Alltagsgegenständen und Souvenirs. Auf dem großen Bazar findet das Leben statt, hier wird gehandelt und gefeilscht.

 

5 Comments

Kommentar verfassen