die perfekte Stadttour durch Paris

Die perfekte Stadttour hat nichts zu tun mit Touristenbussen und Touriguides oder im Reiseführer beschriebenen Routen. Wenn ich reise, will ich zwar Sehenswürdigkeiten besuchen, dabei allerdings nicht von einem Punkt zum nächsten hetzen nur um so viel wie möglich auf meiner Liste abhaken zu können, sondern die Stadt auch von ihrer nicht touristischen Seite kennen lernen. Das mag schwierig klingen, da Sehenswürdigkeiten etwas absolut touristisches sind, aber das ist es nicht. Meine perfekte Stadttour führt durch abgelegene Seitenstraßen hin zu den berühmtesten „musst-du-gesehen-haben-Orten“.

Paris ist perfekt für so eine Tour: fast jede Straße lädt zum Spazieren ein, jede Ecke und jeder Winkel hat irgendwas tolles zu bieten und egal wohin man läuft, man wird auf Sehenswürdigkeiten treffen. Trotzdem ist es natürlich praktisch sich ein paar Sehenswürdigkeiten und Orte rauszusuchen, die man auf jeden Fall sehen will und einen groben Plan der Stadt im Kopf zu haben um nicht komplett die Orientierung zu verlieren. In Paris dürfte das eh kein Problem sein: von fast überall kann man den Eiffelturm oder den Tour Montparnasse sehen und sich daran oder an der Seine orientieren.

Für diese perfekte Stadttour läuft man einfach los – egal wo man gerade ist. Immer in ungefähre Richtung der Sehenswürdigkeit und lässt sich überraschen von den Dingen, die man auf seiner Tour entdeckt. Nimmt Abkürzungen oder läuft Umwege, wenn man nicht immer an der Straße entlanglaufen will, spaziert man durch einen der vielen Parks in Paris. Mann kann sich hier hervorragend vom Duft einer Bäckerei locken lassen oder eine Shoppingstraße entdecken und dort ein wenig Zeit verbringen. Man kann durch die Straße laufen, in der sich mehr Menschen aufhalten oder sich für die Straße entscheiden, in der kaum welche sind. Weil der Ausblick schön ist, kann man einer Straße folgen oder man biegt ab, weil die Seitenstraße verlockender aussieht. Hauptsache man läuft in die ungefähre Richtung.

Die einzige Regel, die es dabei zu beachten gibt, ist einen Stadtplan dabei zu haben – falls man sich wirklich mal hoffnungslos verlaufen hat. Am Ende, wenn einem die Füße von dem vielen Laufen wehtun, nimmt man einfach die Metro an der nächsten Ecke und hat somit einen weiteren wichtigen Teil von Paris kennen gelernt. Am nächsten Tag kann man dann entweder mit der Metro wieder genau dahin fahren und die Tour fortsetzen oder einfach von vorne anfangen, in eine andere Richtung laufen. Die Zeit zwischen Sehenswürdigkeiten und kleinen Seitengassen kann man sich selbst einteilen, einfach da stehen bleiben, wo es einem am besten gefällt oder nur ein kurzes Foto schießen und weiter laufen. Nur wenn man sich in einer Gegend unwohl fühlt, sollte man auf sein Gefühl hören und einen Umweg laufen.

Definitiv ist diese Stadttour die beste Möglichkeit einen Eindruck von den großen Sehenswürdigkeiten, aber auch von der nicht touristischen Seite zu bekommen – ein perfekter Mix, besonders für eine Stadt wie Paris. Aber auch in jeder anderen Stadt ist die perfekte Stadttour eine gute Idee, um sie genauer kennen zu lernen. Man gestaltet sie selbst, sieht das was einen am meisten interessiert. Die Tour ist absolut individuell!

2 Comments

  • Genauso mache ich es auch, wenn ich in neuen Städten bin. Wer viel zu Fuß geht und auch mal Umwege in Kauf nimmt, sieht viel mehr, als wenn man “hop-on-hop-of“ mit dem bus fährt oder immer die schnellsten Wege durchrast. 🙂

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